Pressefotos des Jahres

Es ist wieder soweit! Die World Press Photo Ausstellung 2019 geht in die nächste Runde. Seit 25 Jahren präsentiert Gruner + Jahr zusammen mit den Magazinen Stern und GEO die Deutschlandprämiere in Hamburg. Der World Press Award ist der größte und international wichtigste Wettbewerb für die Pressefotographie. Insgesamt wurden 78.801 Fotos eingereicht und davon haben es 43 Arbeiten von preisgekrönten Fotographen in die Ausstellung geschafft. Durch die einzelnen verschiedenen Thematiken, mit der sich die Welt zu befassen hat, sind die Bilder aufwühlend und dramatisch aber auch faszinierend und ergreifend.
Insgesamt umfasst die Ausstellung die Kategorien Sport, Kultur, Umwelt und Wissenschaft.

World Press Photo Ausstellung 2019 in Hamburg
©Catalina Martin-Chico

Exklusive Führung

Ich wurde zu einer exklusiven Führung durch die Ausstellung eingeladen. Die ganze Ausstellung findet im Verlagshaus von Gruner + Jahr am Baumwall statt und bis nächste Woche Sonntag den 19. Mai habt ihr die Chance euch diese Ausstellung anzusehen. Ich muss wirklich sagen es lohnt sich definitiv. In Mitte all dem werden Situationen aus der ganzen Welt thematisiert, welche uns so gar nicht bewusst waren oder wir schlicht weg keine Ahnung von hatten.

World Press Photo Ausstellung 2019 in Hamburg
©John Wessels

Die Hintergründe zu den Bildern und Fotographen hat uns Andreas Trampe erzählt. Er ist der Ressortleiter der STERN Bildredaktion. Durch den teilweise persönlichen Kontakt zu den einzelnen Fotographen, konnte Andreas Trampe uns eine Menge Hintergrundwissen und Informationen weitergeben.

1. Werk

World Press Photo Ausstellung 2019 in Hamburg
©John Moore

Als erstes möchte ich euch das Werk von dem amerikanischen Fotografen John Moore präsentieren. Er hat dieses Jahr den World Press Photo Award gewonnen. Der Titel seines Werkes heißt „Crying Girl on the Border“. Zu sehen sind die Honduranerin Sandra Sanchez nach ihrer Festnahme an der Texanisch-Mexikanischen Grenze. Vor ihr steht ihre kleine weinende Tochter Yanela.
Nach monatelangen erfolglosen Versuchen, gelang es John Moore an der Grenze fotografieren zu dürfen. Genau an diesem Abend entstand spontan dieses Foto. Dieses Bild hatte für viel Furore in der Presse gesorgt. Für viele steht es für die Zero-Toleranz Politik von Donald Trump. Durch die Aufruhe und Empörungen beendete die Regierung letztendlich die umstrittene Trennung illegaler Einwanderer von ihren Kindern. Das Foto gewann dieses Jahr den Award weil es eine „andere Art der Gewalt“ die psychologisch ist da stellt.

2. Werk


©Olivia Harris

Als zweites möchte ich euch gerne etwas über das Foto von Olivia Harris erzählen. Vor allem für die Frauen Irlands ist dieses Thema von großer Bedeutung und spielt eine wichtige Rolle. Irland gehörte zu den Ländern mit den strengsten Abtreibungsgesetzten der Welt und trotz des Verbotes fahren jährlich tausende in das benachbarte Großbritannien um dem Verbot zu umgehen.
Olivia Harris hat insgesamt 5.000€ aus ihrer eigenen Tasche in die Hand genommen um gegen das Gesetzt zu kämpfen und mit allen Mitteln die Abschaffung dieses Gesetztes zu erreichen. Am 25. Mai stimmte Irland mit großer Mehrheit für eine Lockerung der Abtreibungsgesetze.
Mit dieser Serie gewann sie den 1. Preis Fotoserien. Auf diesem Bild der Serie ist Megan Scott, eine Abschaffungsbefürworterin zu sehen. Verkleidet ist sie als heilige Brigida, eine irische Heilige.

3. Werk

World Press Photo Ausstellung 2019 in Hamburg
©Brent Stirton

Das nächste Werk stammt von dem Südafrikanischem Fotografen Brent Stirton. Er dokumentiert die Anti-Wilderer-Einheit namens Akashinga. Die Einheit besteht ausschließlich aus Frauen. Zusammen nehmen sie an Tarnungs- und Täuschungstraining im Wildlife Park/Simbabwe teil.
Eine von ihnen ist die 30jährige Petronella Chigumbura. Durch diese Aufgabe, können sie ihre Familie ernähren und werden nicht ausgegrenzt. Akashinga was in deutsche übersetzt „die Tapferen“ heißt ist eine Ranger-Truppe, welche als alternatives Tierschutzmodell gegründet wurde. So wird mit der lokalen Bevölkerung zusammengearbeitet wird, anstatt diese auszugrenzen.

Dies ist nur ein kleiner Einblick in die Ausstellung. Es gibt so viel zu entdecken und zu erfahren. Lasst das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren und die ganzen Eindrücke auf euch wirken lassen..

Öffnungszeiten: täglich 10 bis 18 Uhr
Mittwoch: 10 bis 20 Uhr

 

Gruner + Jahr Hamburg

Am Baumwall 11 | 20459 Hambur