Hamburch – Das Tor zur Musikgeschichte

Heute nehme ich Euch mit in die Peterstraße. Denn hier wurde im März 2015 das Hamburger Komponistenquartier eröffnet. Wusstet Ihr, dass unsere Hansestadt eine lange Musiktradition hegt und einige berühmte Komponisten hier in der schönsten Stadt der Welt musiziert und gelebt haben? Ich zeige Euch heute, welche Musiker das waren und wo Ihr einen Einblick in die Musikgeschichte bekommen könnt.

Georg Philipp Telemann

Der Komponist Georg Philipp Telemann ist einer der berühmtesten Musiker des 18. Jahrhunderts und prägte rund 45 Jahre das Hamburger Musikleben. Als Musikdirektor der fünf Hamburger Hauptkirchen veranstaltete er regelmäßige öffentliche Konzerte und gründete sogar die erste deutsche Musikzeitschrift. Heute befindet sich in der Peterstraße 39 das Telemann Museum, wo Ihr einen Blick in das Leben des Musikers werfen könnt.

  • Öffnungszeiten: Di, Do, Fr, Sa & So 10.00 bis 17.00 Uhr
  • Peterstraße 39 | Neustadt | 20355 Hamburg

komponistenquartier hamburg

Carl Philipp Emanuel Bach

Auch Carl Philipp Emanuel Bach, der berühmteste Sohn vom Komponisten Johann Sebastian Bach hat in Hamburg seine musikalischen Spuren hinterlassen. Er wurde als Nachfolger Telemanns zum Musikdirektor der Hauptkirchen in Hamburg ernannt und komponierte über 1000 Werke, darunter auch die „sechs Hamburger Symphonien“. Ihm zu Ehren wurde in der Peterstraße 29-33 das Carl Philipp Emanuel Bach Museum eröffnet.komponistenquartier hamburg

Johann Adolf Hasse

Dem in Bergedorf geborene Johann Adolf Hasse wird das musikalische Talent schon in die Wiege gelegt. Als 15-Jähriger beginnt er sein Musikstudium beim Komponisten Johann Mattheson in Hamburg. Wenige Jahre später tritt er als Tenor an der Oper am Gänsemarkt auf. Nachdem er seine ersten Erfolge feierte, reiste er durch ganz Europa um sich als Komponist weiterzuentwickeln. Heute findet Ihr das Hasse Museum im Komponistenquartier.

Fanny und Felix Mendelssohn

Auch das berühmte Komponisten-Geschwisterpaar Fanny und Felix Mendelssohn wurden in Hamburch geboren. Die beiden erhielten schon im Kindesalter Komponistenunterricht bei Carl Friedrich Zelter, wobei die ersten Kompositionen der Geschwister entstanden. Allerdings gestattete der Vater Fanny nicht die Musik beruflich zu verfolgen, sodass nur Felix seinen musikalischen Werdegang fortsetzte und damit große Erfolge feiern konnte. Das Museum für die Geschwister Mendelssohn in Hamburg ist in Planung. komponistenquartier hamburg

Johannes Brahms

Der Komponist, Dirigent und Pianist Johannes Brahms ist wohl der berühmteste Hamburger Musiker des 19. Jahrhunderts und wurde 1889 sogar zum Ehrenbürger Hamburgs ernannt. Ihm zu Ehren wurde der Vorplatz der Laeiszhalle zum Johannes-Brahms-Platz ernannt sowie in einem unter Denkmalschutz stehendes typisches Hamburger Fachwerkhaus das Brahms-Museum in der Peterstraße 39 errichtet.

  • Öffnungszeiten: Di – So 10.00 bis 17.00 Uhr
  • Peterstraße 39 | Neustadt | 20355 Hamburg

komponistenquartier hamburg

Gustav Mahler

Der österreichische Komponist Gustav Mahler wurde zwar nicht in Hamburch geboren, dafür gestaltete er zwischen 1891 und 1897 als erster Kapellmeister des Hamburger Stadt-Theaters maßgeblich das Hamburger Musikleben. Das Museum für Gustav Mahler in der Peterstraße ist bereits in Planung.

Mein Fazit

Durch meinen Besuch im Hamburger Komponistenquartier in der Peterstraße habe ich mal wieder etwas Neues & Interessantes über die Geschichte unserer Hansestadt gelernt. Ich kann Euch diesen „Typisch Hamburch“-Lieblingsplatz nur empfehlen. Wer von Euch war denn schon mal dort? 🙂

Kati

Im Januar 2014 habe ich das Projekt „Typisch Hamburch“ ins Leben gerufen. Seitdem bin ich täglichen in der schönsten Stadt der Welt unterwegs, um über einzigartige Hamburch-Dinge zu berichten.

More Posts - Website

4 Kommentare

  1. cupofcoffeede sagt:

    Moin,

    wozu eine „Lange Nacht der Museen“ gut ist? Um Neues und Verborgenes zu entdecken. 😉

    Besonders das Brahms-Haus hatte es uns angetan. Außerdem waren an jenem Abend zahlreiche kleine Konzerte zu erleben, in den Häusern und auch auf der Straße.
    Mir hat der erste Besuch dort sehr gefallen, eine großartige Ergänzung für die Museumslandschaft Hamburgs.

    Kann einen Besuch nur empfehlen!

    1. Kati sagt:

      Moin, stimmt die „Lange Nacht der Museen“ ist dafür bestens geeignet! 😉

  2. Tim sagt:

    Diese Ecke ist wirklich toll! Ich persönlich bin viel zu selten dort, aber jedes Mal vom dörflichen Charme begeistert. Dass dort so viel musikalische Geschichte drin steckt wusste ich noch nicht. Vielen Dank für den Tipp!

    1. Kati sagt:

      Moin Tim, danke für dein Feedback. Der Charme der alten Fachwerkhäuser gefällt mir auch sehr. Vor allem, weil man das inmitten von Hamburch gar nicht erwartet. 🙂

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: