Hamburger Schnack: Sprecht Ihr Hamburgisch?

Seit gut einem Jahr bin ich nun in Hamburg. Auch wenn ich mich mittlerweile hier ganz gut auskenne, bin und bleibe ich ein Quiddje! „Quiddje“ – ein Wort, das ich erst hier gelernt habe. Doch das ist nicht der einzige typische hamburgische Begriff, den die Hamburger beim Schnacken und Klönen verwenden. Deswegen möchte ich heute von Euch wissen: Sprecht Ihr Hamburgisch? 😉

Ob Bangbüx, Kuddelmuddel oder Knickerbocker – als gebürtige Mecklenburger Deern habe ich als Kind schon ein bisschen Platt schnacken gelernt. Doch leider habe ich auch vieles wieder verlernt. Deswegen habe ich mir das Buch „Sprechen Sie Hamburgisch?“ vom Hamburger Abendblatt bestellt um mein Plattdeutsch wieder etwas aufzufrischen.

Rund 1500 typisch hamburgische Begriffe sind in dem Buch zu finden. Besonders die Redensarten wie beispielsweise „Dat löppt sik allens wedder trecht!“, „Nu is daddeldu!“ oder „Kiek maal wedder in!“ haben mir sehr gefallen. Aber auch die Hamburger Köstlichkeiten wie „Appelpannkoken“, „Gröönkohl“ und „Knallköm“ finde ich sehr interessant.

Eine weitere Kategorie, die man unbedingt drauf haben sollte, sind natürlich die Schimpfwörter. „Piepgööschen“ – ein Kind, das an Mamas Rockzipfel hängt, „Sabbelbüdel“ – ein sehr gesprächiger Mensch, „Snösel“– Lausebengel, „Dösbaddel“– Dummkopf oder „Kodderschnuut“ – jemand mit frechem Mundwerk, sind meine „Lieblings“-Schipfwörter aus dem Buch. 😉

Mein Fazit

Ich finde den plattdeutschen Hamburger Schnack als Sprache sehr sympathisch und bin neugierig immer wieder neue Begriffe zu lernen. Welche typischen hamburgischen Wörter kennt Ihr und wo habt Ihr sie gelernt? Ich freue mich auf Eure Kommentare!

Über Kati

Im Januar 2014 habe ich das Projekt „Typisch Hamburch“ ins Leben gerufen. Seitdem bin ich täglichen in der schönsten Stadt der Welt unterwegs, um über einzigartige Hamburch-Dinge zu berichten.

11 Kommentare

  1. Dat is jo schon bannig scheun ober een Book is neudig
    „Kleines Hamburgisches Wörterbuch“ von Beate Henning und Jürgen Meier
    Wachholtz-Verlag, Neumünster 2006
    ISBN 10: 3 529 04650 7
    Liebe Grüße
    Reinhart

  2. ww sagt:

    Mein Lieblingsplattwort ist: Putzbüdel.

  3. der_tim sagt:

    Neben dem von ww erwähnten Putzbüdel gehören die Riestüten, breegenklöterig und ganz wichtig Gedöns zu meinen Lieblingsbegriffen.

  4. Dat givt ok so Schnacks wi: Je doller Du fohrs desto eher büst im Mors.

  5. Renate Taylor sagt:

    lüdde sowie „die lüdde“ kleine Schwester z.B
    buddel = Flasche

  6. Karin Wilhelm sagt:

    Mein Lieblingswort ist und bleibt verkasematuckeln (jemandem was erklären)

  7. Andy sagt:

    Komme ursprünglich aus dem Westerwald und konfrontiere die Hamburger nach wie vor mit der mir gängigen Sprache. Als ich das letzte Mal Süßigkeiten als Schluch bezeichnet habe, wurde ich angeguckt wie ein Einhorn 😀

  8. zuggerbrotmitkäs sagt:

    Rangelmors so nen mich meine Freunde weil ich ständig am Zappeln bis und dauern durchn tüddel komm ich kann halt nicht still sitzen ,such ständig irgendwelche Sachen und bin permanent am rumschnippeln .

  9. Knut Kappu sagt:

    Feudel = Putzlappen
    Klei mi an de Feut = Du kannst mir mal an die Füsse fassen
    Fisimatenten / Dumm Tüch = Dummheiten / Dummes Zeug
    Lütt = Klein
    Mach ma suutsche = Mach langsam

  10. Knut Kappu sagt:

    Und nich zu vergessen, das typische

    Zuuuuurückbleimbidde

    am Hbf bei der S-Bahn

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