Ihr sucht noch nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk, ein Geschenk was typisch Hamburch ist?

Dann haben wir einen heißen Tipp für euch: Das Buch „Schulterblatt“ von Kai Lüdders. Ein sehr packender und spannender Roman, der einen ab der ersten Seite fesselt:

Vier Gefährten. Vier Leben. Eine Freundschaft. Eine Stadt. Und die einzige Sicherheit, dass nichts so bleibt wie es ist. 67 gemeinsame letzte Stunden, drei gemeinsame letzte Tage. Die vier Hamburger John, Nils, Max und Tarek verbindet eine lange und tiefe Freundschaft. Doch jetzt muss John gehen, für immer. Denn er hat ein Geheimnis. Ein Geheimnis, das sein wahres Leben offenbart. Ein Leben, in dem er nichts mehr zu verlieren hat. Es beginnt ein mehrtägiger Streifzug durch das Hamburg der frühen 2000er und die Niederungen der Seele. Die Freunde beginnen zu verstehen, dass vor dem Hintergrund der lauten Großstadt vieles nur Illusion war. Stück für Stück scheinen die Fassaden zu bröckeln. Ist John nicht der Einzige, der ein Geheimnis hat? 

Wie die Idee zum Buch kam und warum er vom schönen Hamburg nach Berlin gezogen ist, wir haben Kai gefragt.

Kai erzähle doch mal…

…was war dein Traumberuf, als du ein Kind warst?

Für mich stand schon relativ früh fest, als ich so 13/14 Jahre alt war, dass ich Rechtsanwalt werden wollte. Was ich dann ja auch irgendwann geworden bin.

Was war früher dein liebstes Schulfach?

Sport, was ja eigentlich kein richtiges Schulfach ist *lacht*, aber auch Erdkunde und Sozialkunde haben mich immer sehr interessiert.

Was war die beste Entscheidung in deiner beruflichen Laufbahn?

Einmal mein beruflicher und räumlicher Umzug nach Berlin. Meine Familie und ich haben mit Berlin eine neue Heimat gefunden. Dann aber auch als ich entschieden habe ein Buch zu schreiben. Da habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass der Job auch Spaß machen kann. Was ich von meinem vorherigen Job ja nicht wirklich behaupten kann. *lacht*

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Am Schreiben macht mir eigentlich alles Spaß um ehrlich zu sein. Der Moment, wenn die Idee für das neue Buch entsteht, die Phase, wenn ich das Buch schreibe und in meiner ganz eigenen Welt versinke. Und dann aber auch, wenn das Werk endlich vollendet ist, ich die Rohfassung in der Hand halte und ich das eigene Buch noch einmal komplett durchlese. Es gibt dann aber auch so tolle Erfolgsmomente, wie zum Beispiel heute, als ich gesehen habe, dass mein Buch Hamburg Schulterblatt bei der Thalia Bestsellerrangliste auf Platz 62 ist, das ist natürlich auch toll.

Vom Juristen zum Autor, wie ist denn das passiert?

Na ja viel gemeinsam haben diese beiden Berufe ja nicht wirklich, abgesehen davon, dass man als Jurist auch immer viel am Texte-verfassen ist. Die sind dann aber natürlich immer sehr förmlich und in Juristen-Deutsch. Dadurch habe ich aber auch gemerkt, dass ich eine große Affinität zum Schreiben habe. Aber zum Autor-Dasein bin ich durch meine Abenteuerlust gekommen. Ich habe mir immer schon viele Gedanken darüber gemacht, dass das Leben immer ganz schnell vorbei sein kann und was ich in meinem Leben noch so machen will. Dann hatte ich irgendwann mal ein Gespräch mit einem „Ratgeber“, der mir dann den Tipp gegeben hatte: „Na haben Sie mal darüber nachgedacht zu schreiben?“. Und dann bin ich das ganze angegangen und habe mich direkt an die Konzeption meines ersten Romans gemacht. Mittlerweile sitze ich an meinem dritten Buch mit dem Titel Hammonia – Stadtvilla Hoheluft, das im Mai 2019 erscheint und der erste Teil einer Trilogie ist. Wie der Titel schon verspricht, spielt das Buch auch in Hamburg.

Welche Auswirkung hat dein ehemaliger Beruf als Jurist auf deine Tätigkeit als Autor?

Die Juristerei hat natürlich nicht viel mit der Tätigkeit als Autor zu tun, außer, dass man als Anwalt sehr, sehr viele Geschichten des Lebens kennenlernt. Ich habe unglaublich viele Abgründe kennengelernt und das fließt natürlich auch immer gerne in die Geschichten ein.

Wofür würdest du mitten in der Nacht aufstehen?

Wenn ich zum Beispiel mitten in der Nacht, was auch ab und zu mal passiert, eine gute Idee für ein neues Buch habe, dann steh ich schon mal auf und schreibe mir die Idee auf.
Oder aber wenn meine Tochter mal nicht gut schlafen kann, dann liebe ich es auch, zu ihr ins Bett zu kriechen und ihr einfach noch eine Geschichte vorzulesen. Das mache ich auch gerne mal, muss ich zugeben.

Jetzt aber mal zu deinem Buch

Wie kam die Inspiration zum Buch?

Die Inspiration kam daher, dass ich schon immer den Wunsch hatte, ein Buch über meine Heimatstadt Hamburg zu schreiben. Ich habe ja schon Mutwille geschrieben, was in meiner Wahlheimat Berlin spielt. Dann hatte ich einen der Momente, wo ich gedacht habe, Mensch, was kann man denn eigentlich besser beschreiben, als eine Freundschafts-Geschichte von typischen Hamburgern, die in der Großstadt groß geworden sind und dort Ihr Leid und Ihre Freud erlebt haben. Und das gemeinsam. Tatsächlich diente dazu dann mein eigener Freundeskreis als Inspiration. Die Geschichten aus dem Buch sind natürlich fast alle erfunden, muss ich vorneweg sagen. Aber das Gefühl dieser Freundschaft, dass man sich zu jeder Zeit treffen kann und sich sofort auf Anhieb blind versteht, dieses Gefühl wollte ich in dieses Buch übertragen. Und ich hoffe, das ist mir auch gut gelungen. *lacht*

Warum ist der Buchtitel Schulterblatt?

Ich wollte einen Buchtitel, der einen direkten Hamburg-Bezug vermittelt. Jeder der das Buch in die Hand nimmt, soll wissen, ah das spielt in Hamburg. Schulterblatt ist ja eine sehr bekannte Straße in Hamburg an der Schanze und dazu noch dieses typisch alte Straßenschild auf dem Cover, was ich immer sofort mit Hamburg verbinde.

Beruhen die 4 Freunde auf Personen, die du kennst?

Nein, nicht direkt. Jeder Charakter, der in meinem Buch dargestellt ist, ist erfunden. Es sind lediglich ein paar Charakterzüge, die meinen Freunden ähneln.

Mit wem von den 4 Freunden würdest du dich am Esten identifizieren?

Der Hauptcharakter John, ist sicherlich derjenige, der das fühlt, was man selber vielleicht auch schon mal gefühlt hat. Und damit meine ich jetzt nicht mich direkt, sondern jede Person die das liest. Und das wollte ich eigentlich damit ausdrücken, jeder hat sicherlich schonmal solche Abgründe erlebt, auch wenn nicht so extrem wie bei John. Aber auch diese innere Zerrissenheit. Da kann ich auch nur sagen, ja die hatte ich sicherlich auch mal und konnte daher auch relativ authentisch darüber schreiben.

Das Stammrestaurant der 4 Freunde ist das „Il Camino“ und die „Daniela Bar“, gibt es das wirklich? Was verbindest du damit?

Ich selbst habe meine 20er viel Zeit auf dem Schulterblatt an der Schanze verbracht und habe dort auch viel erlebt. Die Plätze, die in dem Buch beschrieben werden, wie die „Daniela Bar“ und das „Il Camino“ waren tatsächlich Plätze, die wir häufig besucht und wo wir auch einige Geschichten erlebt haben.

Wie würdest du das Buch in 3 Worten beschreiben?

Emotional, tiefgründig und Hamburg.

Wieso ist dein Buch ein gutes Weihnachtsgeschenk?

Zu Weihnachten hat man ja immer das Gefühl, nach Hause zu kommen. Und generell sind ja Heimatbücher momentan ziemlich in Mode.
Zu Weihnachten möchte man Zeit mit den liebsten verbringen und sich an die gute alte Zeit zurückerinnern. Und ich glaube, dass ich einige der typischen Schauplätze sehr gut zu Anfang der 2000er in Hamburg beschrieben habe. Und dieses nach Hause kommen und Zurückkommen bietet dieses Buch damit auch auf eine ganz bestimmte Art und Weise.

Für wen ist das Buch geeignet?

Ich muss gestehen, dass ich eigentlich gedacht hatte, das Buch ist eher was für Frauen. Für Frauen die Großstadt-Affin sind und die mal reinschnuppern wollen in so eine harte aber doch auch windelweiche Männerfreundschaft. Die ersten Rückmeldungen haben dann aber doch ergeben, dass ich auch viele männliche Leser damit anspreche.

Was soll der Leser aus deinem Buch mitnehmen?

Mir ist es wichtig, mit dem Buch zu sagen, dass die größte Scheiße auf der Welt passieren kann, aber wenn man bei sich bleibt und immer wieder den Weg zu sich findet, braucht man eigentlich keine Angst haben, egal was passiert. Und genau das ist auch die Botschaft, die ich versuche auch manchmal zwischen den Zeilen zu vermitteln.

Erzähl mal über deine Heimat Hamburg

In welchem Stadtteil bist du aufgewachsen?

Ich bin in Sasel aufgewachsen.

Was verbindest du mit diesem Stadtteil?

Sasel ist für mich natürlich die totale Heimat. Sasel hat sich jetzt zwar sehr gewandelt, aber damals war Sasel einfach ein netter, unbeschwerter Stadtrand-Stadtteil. Wo man eben problemlos im Dunkeln durch die Straßen gehen konnte, wo es noch nicht so „vornehm“ wie heute war.

Was macht dich zum echten Hamburger?

Es ist einfach das Gefühl, Hamburger zu sein. Das Gefühl, wenn man an Hamburg denkt, wenn man wieder nach Hamburg kommt.
Ich bin auf den Fußballplätzen in ganz Hamburg groß geworden, ich kenn jegliche Facetten der Stadt und das ist ein Gefühl, das bekomm ich einfach auch nicht mehr raus.

Deine 3 Lieblingsplätze in Hamburg sind?

Die Alsterperle, der Hamburger Hafen und der Blankeneser Elbstrand.

Was ist für dich typisch Hamburch?

Ein trockener, etwas zynischer Humor, Bodenständigkeit, Weltoffenheit.

Goodbye Hamburg

Warum vom schönen Hamburg nach Berlin?

Ich habe einfach irgendwann gemerkt, dass der Rechtsanwaltsberuf nichts mehr für mich ist. Ich habe mich dann mit meiner damaligen Freundin und jetzigen Frau zusammengesetzt und wir haben überlegt, Mensch, wollen wir nicht mal einen Ortswechsel machen. Da ich gerne im politischen Bereich arbeiten wollte, hat sich Berlin natürlich sehr gut angeboten. Und seitdem meine Kinder auch hier geboren worden sind, ist es für uns auch eine zweite Heimat geworden. Aber es ist und bleibt nicht Hamburg, dass muss man klar sagen.

Was vermisst du von Hamburg?

Vor allem das Wasser muss ich sagen und dann natürlich auch viele Freunde aus der Heimat.

 

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