Norddeutsche Sprichwörter sind für viele „Süd-Deutsche“ (was für die Hamburger ja jeden meint, der südlich der Elbe wohnt) reines Fachchinesisch. Das beste Beispiel: „Butter bei die Fische“. Was soll das eigentlich bedeuten?

Das Erste, was ich als Thüringerin denke, wenn ich diesen Spruch höre: Heißt es nicht „zu den Fischen“? Grammatikalisch korrekt ist der Satz auf jeden Fall nicht. Anscheinend essen die Hamburger gerne Butter zum Fisch. Oder was soll das? Ok gut. Fische essen die Hamburger ja in den verschiedensten Varianten. Das ist also nichts besonders Außergewöhnliches im Norden.

Nun aber mal wirklich Butter bei die Fische! Woher stammt das Sprichwort und was bedeutet es wirklich? Ich habe mich für euch schlau gemacht.

Woher stammt das Sprichwort?

Die Verbindung zum Thema Essen liegt nahe. Und genau hier finden wir auch den Ursprung des Hamburger Sprichwortes. Früher war es üblich, zu dem gebratenen oder gebackenen Fisch ein Stückchen Butter als Beilage zu servieren. Ganz wichtig war es, dass die Butter wirklich erst kurz vorm Servieren dazugelegt wird, damit sie nicht zerläuft. Hat jemand die „Butter bei die Fische“ gegeben, musste er sich mit dem Essen beeilen.

Bedeutung

Im Zusammenhang mit dem Ursprung lässt sich die Bedeutung einfach herleiten. Mach mal „Butter bei die Fische“ ist also eine Aufforderung, mal zur Sache zu kommen, Klartext zu reden oder eine Sache anzupacken.

Passende Synonyme wären zum Beispiel: „Komm mal zu Potte“, „Mach mal Eier“ oder „Komm aus dem Quark“.

Dass alle Sprichwörter in diesem Bedeutungsbereich etwas mit Essen zu tun haben, ist aber doch wirklich sehr verdächtig. ODER? 😉