Was haben eine Oma mit Regenhaube, ein Kita-Kind und der Bauarbeiter gemeinsam? Alle sitzen gemeinsam in der U3. Und mit dabei? Ich auf dem Weg zur Arbeit, zu Freunden oder in die Stadt. Denn egal, wo ich hinmöchte oder was ich vorhabe: Die U3 ist immer der Weg zum Ziel.

Jetzt geht’s rund.

Na ja, von wegen. Als ehemaliges Dorfkind, das auf den einen Schulbus am Morgen angewiesen war und außer diesem auch keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen konnte, hat mich der HVV oft an der Nase herumgeführt. Denn die als Ringbahn angepriesene U3 hält nicht wirklich das, was mir versprochen wurde.

Von Barmbek bis Barmbek fahren wir einmal im Kreis. Aber durchfahren? Fehlanzeige. Die U3 startet in Barmbek und endet dort. Wer will nochmal, wer hat noch nicht? Die neue Runde startet auf dem Gleis gegenüber. Fahren ohne Ende? Das gibt es hier nicht.

Also liebe U3, das mit dem RING üben wir dann nochmal.

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Auf U3wegen

Der eigentliche Vorteil einer Ringbahn: Wenn du Zeit mitbringst, kommst du immer ans Ziel. Und wenn du einmal durch die ganze Stadt fährst, bevor du an der richtigen Haltestelle rauskommst. Eine Ringbahn ist idiotensicher. Aber nicht die U3. Das ist Ringbahnfahren 2.0!

Denn wer nicht aufpasst, landet schnell in Wandsbek-Gartenstadt. Hände hoch: Wer von euch ist schonmal in der U3 eingeschlafen und erst hier wieder aufgewacht?

Unterirdisch schöne Aussichten

Von den 26 Stationen, die unsere „Ringbahn“ anfährt, liegen nur 9 unterirdisch. Für eine U-Bahn ist das doch irgendwie ungewöhnlich. Touris fühlen sich oft veräppelt, wenn ich ihnen erzähle, dass sie für eine kostengünstige Stadttour einfach in die U-Bahn steigen können. Und ich kann es ihnen nicht verübeln. Denn bei einer U-Bahn dachte ich früher auch eher an Fliesen und Beton statt an de Hafen und die Elbe.

Aber wo wären wir ohne die U3?

Vermutlich noch Zuhause! Also Schluss mit dem Gemecker.

Jetzt seid ihr dran: Wie zufrieden seid ihr mit dem ÖPNV in Hamburg?