„Hinz & Kunzt“ Verkäufer Vadony

Niemand kennt Hamburgs Straßen besser, als diejenigen, die ihr tägliches Leben dort verbringen. Deswegen möchte ich Euch heute Vadony vorstellen. Seit 2009 ist der 40-Jährige Verkäufer des Hamburger Straßenmagazins „Hinz & Kunzt“. Wie sein Leben ohne Dach über dem Kopf aussieht und welche Träume er hat, das hat er mir in einem Interview verraten.

Wer bist Du? Woher kommst Du? Seit wann bist Du in Hamburg?
Ich bin Vadony, komme aus Ungarn und bin seit sechs Jahren in Hamburg.

Erzähl mal von Deinem Job.
Seit fünf Jahren verkaufe ich das Obdachlosen Magazin „Hinz & Kunzt“. Ob Sonnenschein oder Schietwetter, immer vormittags von 7.30 bis 9.30 Uhr stehe mit meinen Zeitungen in der Hand an der S-Bahnstation „Stadthausbrücke“. Von dem Erlös lebe ich. An guten Tagen verkaufe ich 15 bis 20 Stück. Doch manchmal läuft es auch richtig mies.

Wie sieht Dein Alltag aus?
Mein Schlafplatz ist am Michel unter freiem Himmel. Gegen 7 Uhr mache ich mich auf den Weg zur Stadthausbrücke zu meinem Stammplatz. Ab 10 Uhr wird es dann etwas ruhiger an der S-Bahnstation. Bis zum nächsten Morgen habe ich nicht viel, was ich tun kann. Mich plagt dann oft die Langeweile.

Was ist dein größter Wunsch?
Einen richtigen Job! Früher in Ungarn war ich Fahrradkurier. Das würde ich gerne wieder machen. Ich träume jeden Tag von einem normalen Leben. Mit einem normalen Job und einer Familie.

Warum Hamburg und nicht Berlin oder München?
Vor zehn Jahren gab es mal ein Lied von einem ungarischen Sänger, welches ich im Radio hörte. Er sang über die schöne Stadt Hamburg. Seitdem bin ich in Hamburg verliebt.

Was sind Deine „Typisch Hamburg“-Tipps?
Das Rathaus. Ich finde, es ist ein wunderschönes Gebäude. Aber auch die Hamburger Musicals wie „König der Löwen“, „Tarzan“ oder „Rocky“ sind sehenswert und typisch für Hamburg.

Zum Schluss: HSV oder St. Pauli?
St. Pauli! 🙂

Mehr Infos und alles darüber, wie Ihr das Hamburger Stadtmagazin und deren Verkäufer unterstützen könnt findet Ihr hier!

Über Kati

Im Januar 2014 habe ich das Projekt „Typisch Hamburch“ ins Leben gerufen. Seitdem bin ich täglichen in der schönsten Stadt der Welt unterwegs, um über einzigartige Hamburch-Dinge zu berichten.

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