Hamburchs Stadtteile: Wir lüften ihre Namensgeheimnisse

Moin meine Hamburch – Liebhaber

warum heißt Sankt Georg ausgerechnet Sankt Georg? Welche Bedeutung hat das Anhängsel „-büttel“ bei Fuhlsbüttel oder Poppenbüttel? Na, Kinners, wer von euch hat Antworten darauf? Das hab ich mir gedacht, deshalb wird es mal Zeit, dass wir ein paar namentliche Geheimnisse lüften. Hamburch hat tatsächlich 104 Stadtteile, aber keine Sorge, ich habe mir nur glorreiche Sieben für euch herausgesucht. Los geht’s:

# Altona

Hamburchs Stadtteile: Wir lüften ihre Namensgeheimnisse

Im Jahre 1537 wurde die ehemalige Fischer- und Handwerkersiedlung das erste Mal urkundlich erwähnt. Dieses lütte Örtchen erschien den Hamburger Ratsherren ziemlich suspekt. Zumal in dieser Zeit eine Fischerkneipe mit zweifelhaftem Ruf dort ihre Türen öffnete. Die Schankwirtschaft war der feinen Stadt – Gesellschaft „all to nah“ an der Grenze zu Hamburg. Der Wirt gab seinem Wirtshaus genau aus diesem Grund den Namen Altona. 400 Jahre später wurde es ein Stadtteil.

#Sankt Georg

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erhielt seinem Namen von einem Krankenhaus, dass man nach dem heiligen Sankt Georg – Märtyrer und Drachenkämpfer, benannte. Schön weit vor den Toren der Stadt wurde das Lepra Hospital im Jahr 1194 gebaut.

#Fuhlsbüttel

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gehörte damals zu den Büttel – Ortschaften, was so viel bedeutet wie „sichere Ortschaft“ oder „Siedlungsgebiet“. Die Vorsilbe „ful“ steht für „schmutzig“ oder sumpfig. Damit sind nun nicht die Anwohner gemeint, sondern der Name bezieht sich auf den damaligen Verlauf der Alster. Es gab oftmals Überschwemmungen, wenn der Fluß in dieser Gegend über das Ufer trat.

# Sankt Pauli

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nannte man früher „Hamburger Berg“, denn dieses Gebiet lag auf lütten Hügeln vor der Stadt. Aus diesem Grund sagt man auch: „Auf Sankt Pauli“. Anfang des 17. Jahrhunderts, in der Franzosenzeit, wurden die Berge abgetragen, um eine bessere Sicht zur Abwehr zu bekommen. Die 1682 neu errichtete Sankt Pauli Kirche gab dann dem Stadtteil seinen neuen Namen.

#Poppenbüttel

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hat auf jeden Fall nichts mit Ferkeleien zu tun, sondern vielmehr mit Poppo oder die Verkleinerungsform Poppilo. Das war im Mittelalter ein häufiger Name, oftmals sogar für Geistliche.
Woher „-büttel“ kommt, wisst ihr ja schon, oder?

#Uhlenhorst

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Im Jahre 1608 erwähnte man erstmals diesen Namen. „Uhle“ steht für Eule und „Horst“ bezeichnet das Nest. Die Legende erzählt, dass sich in dieser Gegend zwei Höfe befanden, die ständig ihre Besitzer wechselten. Somit fühlten sich dort nur Eulen wohl.

#Eimsbüttel

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als eines der kleinsten Dörfer vor den Toren Hamburchs wurde Eymersbuttele im Jahr 1275 erstmalig urkundlich erwähnt. Der heutige Name ist eine Ableitung aus dem ursprünglichen Namen. Der Dorfgründer war ein Mann mit Namen Elimar.

Nun mal Butter bei die Fische: Wer hat es gewusst? Welche Stadtteilnamen und ihre Bedeutung kennt ihr noch? Welches Geheimnis eines „Typisch Hamburch – Stadtteils“ sollten wir noch lüften? Schreibt mir gerne.

Andrea

Hamburg ist für mich die schönste Stadt der Welt. Ich kiek hier in so viele Ecken und finde immer wieder Spannendes, Schönes, Lustiges, Neues, Altes, Leckeres und und und. Nachzulesen auf hinnerkundhenrikje.me, ein Blog um Hamburgs ersten Strichmatrosen und nachzukaufen auf elbkram.de, Kreatives, Witziges und Nützliches made in Hamburg.

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