Franzbrötchen für Anfänger

Freitagmorgen. Es ist 8:22 Uhr. Die Sonne geht gerade auf und der typische Hamburger ist unterwegs zur Arbeit. Genauso wie ich! Allerdings erst seit drei Tagen. Langsam habe ich mich an die proppenvolle S-Bahn gewöhnt und auch der Weg zum Büro ist zur Routine geworden. Doch heute hatte ich eine Mission: Ich wollte etwas Typisches für Hamburg testen.

Schon an meinem ersten Tag sah ich am kleinen Bahnhofkiosk an der Station „Stadthausbrücke“ ein verlockendes Angebotsschild mit der Aufschrift: „XXL Franzbrötchen“. Eins für 0,80 Euro und drei für 1,80 Euro. Um meine guten Vorsätze für das neue Jahr nicht gleich über den Haufen zu werfen, zwang ich mich weiter zu gehen. Ganze vier Tage konnte ich den herrlich duftenden Zimtgeruch widerstehen, doch heute war es um mich geschehen.

Franzbrötchen im Schaufenster

Aus dem Schaufenster heraus lachten sie mich an – die Franzbrötchen. Doch woher stammt der Name „Franzbrötchen“ eigentlich? So ganz einig sind sich die Hamburger bei diesem Thema auch nicht. Eine Theorie besagt, dass der Zimt-Plunder während der Besatzungszeit durch die Truppen Napoleons bekannt wurde und eine Anlehnung an das französische Croissant sei. Andererseits wird auf e-baker.net behauptet, dass im 19. Jahrhundert der Bäcker Johann Heinrich Thielemann aus Altona in seiner Backstube „Franz‘scher Bäcker“ das Franzbrötchen erfunden hat.

Wie auch immer – heute wollte ich mir das Hamburger Kultgebäck mal gönnen. Also stellte ich mich in der Schlage an. Vor mir waren zwei Männer und eine Frau an der Reihe um sich ihr Frühstück zu gönnen. Alle drei bestellten das heißbegehrte „XXL Franzbrötchen“. Zur Auswahl standen verschiedene Sorten: Zimt, Streusel und Schoko. Als Hamburger Frischling wählte ich die Anfänger-Variante bestehend aus karamellisierten Zucker und Zimt.

Mein Fazit: „Zimtig, saftig und einfach lecker!“ Das Franzbrötchen hat sich meinen „typisch Hamburch“-Stempel definitiv verdient. Morgen werde ich mich dann an die Schoko-Variante für Fortgeschrittene herantasten. Und jetzt seid Ihr gefragt! Wo gibt es Eurer Meinung nach das beste Hamburger Franzbrötchen? Hinterlasst Euren Geheimtipp einfach als Kommentar. Ich freue mich auf Eure Antworten. Bis dahin: Lasst es Euch schmecken!

Über Kati

Im Januar 2014 habe ich das Projekt „Typisch Hamburch“ ins Leben gerufen. Seitdem bin ich täglichen in der schönsten Stadt der Welt unterwegs, um über einzigartige Hamburch-Dinge zu berichten.

5 Kommentare

  1. Lea sagt:

    Meine ehemalige Mitbewohnerin und ich waren uns einig: das beste Franzbrötchen „Klassik“ gibt es beim Schanzenbäcker und das beste Streusel-/Schokofranzbrötchen gibt es bei „Dat Backhus“. Aber das ist leider auch abhängig vom Bäcker. Ein richtig schlechtes Franzbrötchen hatte ich noch nicht, aber die „Backhus“-Franzbrötchen schmecken auch nach einer 4-stündigen Zugfahrt nach Ostfriesland gut. Das habe ich getestet!

    1. Kati sagt:

      Liebe Lea, vielen Dank für deine Franzbrötchen-Tipps. Die Klassiker vom Schanzenbäcker finde ich auch super lecker! 🙂

  2. harl sagt:

    Schlecht….dat Backhus etc. Voll daneben , nicht frisch auftauware…..note mangelhaft

    Die kleine Konditorei!

    1. Kati sagt:

      Hallo Harl, danke für deinen Tipp. Die Franzbrötchen von „die kleine Konditorei“ habe ich noch nicht probiert und werde sie demnächst mal testen. 🙂

  3. […] Alles begann an einem Freitagmorgen. Meine erste Woche in Hamburch war an mir mit vielen wunderschönen Eindrücken vorbeigerauscht. Wie jeden Morgen ging ich an den kleinen Bahnhofskiosk in der S-Bahn Station „Stadthausbrücke“ vorbei. Es war der Tag, an dem ich mir das erste Hamburger Franzbrötchen in meinem Leben gönnte! Die Geschichte der Hamburger Franzbrötchen hat mich so fasziniert, dass ich dieses Erlebnis sofort in einem Artikel verarbeitete. Die Idee für „Typisch Hamburch“ war geboren. Heute, genau 211 Tage danach, habe ich zahlreiche Franzbrötchen von verschiedenen Hamburger Bäckern probiert. Deswegen gibt es heute „Franzbrötchen für Fortgeschrittene“ – die Fortsetzung meines aller ersten Artikels „Franzbrötchen für Anfänger“. […]

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