Eine Liebeserklärung an Hamburg

Kennt ihr Spejbl und Hurvinek? Sie sind die zwei berühmtesten Marionetten eines Prager Puppenspielers. Und Hurvinek frug seinen Vater: „Vati, was ist denn eigentlich die Liebe?“

Würde Hurvinek mich fragen, ich würde ihm antworten:

Liebe ist, bei Sonnenschein an der Alster zu sitzen, die Fontäne zu beobachten und dabei ein Franzbrötchen zu essen.

Alsterliebe

Ich würde ihm erzählen, wie schön es ist, an den Landungsbrücken entlang zu spazieren, ein Fischbrötchen zu genießen, und dabei von den Möwen belästigt zu werden, um am Ende die Rickmer Rickmers zu erkunden. Außerdem darf es nicht fehlen, einmal durch den Elbtunnel zu laufen.

Ich ließe ihn wissen, dass es kaum eine herrlichere Entspannung gibt, als im Sommer seine Picknickdecke am Elbstrand aufzuschlagen und die Pötte dabei zu beobachten, wie sie die Elbe durchqueren. Liebe bedeutet, den Michel mit seinen 453 Stufen zu erklimmen, um oben angekommen, mit dem schönsten Blick über die Stadt belohnt zu werden. Michel

Man darf es nicht verpassen, das Rathaus und das Chilehaus zu besuchen. Nichts vermittelt mehr dieses Hamburger Gefühl, als sich Sonntagmorgen um 6 Uhr aus dem Bett zu quälen, um den Fischmarkt zu besichtigen. Dort angekommen weiß man sofort: Die Qual war es wert. Ich würde ihm antworten, dass es zur Liebe gehört, sich auch mal zu überwinden und auf der Reeperbahn einen Sexshop zu betreten. Und wenn es mit hochrotem Kopf ist! Liebe bedeutet, mit Freunden den Dom zu besuchen, um Zuckerwatte zu essen und Wilde Maus zu fahren. Ich würde versuchen, ihm das Gefühl zu erklären, abends in der Dämmerung auf der Wiese in Planten un Blomen zu sitzen und die Wasserlichtspiele zu bestaunen.

planten un blomen

Ich sagte ihm, dass man mindestens einmal in seinem Leben über die Köhlbrandbrücke gefahren sein sollte. Liebe ist, von der Elbphilharmonie begeistert zu sein, obwohl man genau weiß, was sie gekostet hat. Sie bedeutet, durch die Speicherstadt zu laufen und sich schwarz zu ärgern, dass man sich dort keine Wohnung leisten kann.

Liebe ist, zu wissen, was man an seiner Stadt hat.

Liebe ist: Hamburg.

Über Katharina Bosse

Die Wurzeln im Harz, in Hamburg das Herz. Seit einem Hamburg-Urlaub im Jahr 2006 stand eines für mich fest: Hier gehör ich hin, hier möchte ich bleiben. Sieben Jahre später war es dann endlich soweit. Ich studiere im medialen Bereich und darf nun mein Praxissemester bei Typisch Hamburch verbringen. Zusammenfassend: Besser hätte es für mich nicht laufen können!

3 Kommentare

  1. gajako sagt:

    Moin.
    Huch! Sorry, aber nur Smileys werden wohl abgelehnt. Ich versuch’s aber nochmal mit weniger. Zum Beitrag (und der Liebe zu Hamburg):

  2. gajako sagt:

    Okay, dann nicht 🙁

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