Spätestens wenn im August die ersten Bescheide der Universitäten verschickt werden, erreicht der Kampf um 2 Zimmer, Küche, Bad seinen in Hamburch seinen Höhepunkt. Denn nicht nur die Erstis suchen. Wurde mit dem Finden eines Studiums, Ausbildungsplatz oder Jobs die erste Hürde genommen, folgt mit der Wohnungssuche eine vermeintlich größere. Ein Kommentar aus eigener Erfahrung.

Beim Angucken der Inserate bitte Ruhe bewahren!

Sobald klar ist, wo es hingeht, muss sich durch unzählige Inserate geklickt werden. Das spannendste dabei sind die Bildergalerien. Hat ein Inserat in der Übersichts-Seite das Interesse des Suchenden geweckt, so erwartet dieser in der Inserats-Präsentation weitere Informationen zur Wohnung, vor allem in Form von Bildern. Soweit die Theorie. Das Durchklicken der Bilder verläuft meistens anders: AußenansichtGarage 8 weitere Bilder in denen sich die Wohnungsgesellschaft präsentiert. Für den Ausnahmefall, dass es tatsächlich Innenansichten von Zimmer, Küche, Bad gibt, besteht immer noch ein hohes Restrisiko ob der Inserierende mit einem Backstein oder einer professionellen Kamera fotografiert hat.

Wohnungssuche in Hamburg

Das Bewerber-Profil

Zu den üblichen Bewerbungs-Unterlagen kommen noch rund 30€ für ein mit Wasserzeichen versehenes Papier, dass einen glaubwürdig sagen lässt: „Ja, ich habe Geld und kann damit umgehen“. Es fehlt nur noch, dass der mögliche neue Vermieter ein Mieter-Zeugnis des alten Vermieters einfordert: „Wir bedanken uns bei Thomas Hansen für seine freundlichen Mietzahlungen und wünschen ihm für seine Zukunft eine schöne helle Altbau-Wohnung“.  Wehe, wenn dann der Hausflur einmal zu spät geputzt wurde!

Hemd gebügelt? – Check
Schuhe geputzt? – Check
Lebenslauf ausgedruckt? – Check
Motivationsschreiben eingepackt? – Check

Wohnungssuche in Hamburg

Einer unter vielen

Wurden unter diesen erschwerten Bedingungen Wohnungen ausgemacht (und die Internet-Affinität der Vermieter oft genug in Frage gestellt #Neuland) geht es zur Besichtigung. Zusammen mit 20 anderen. Gefühlt jeder möchte anscheinend eine Traumwohnung am Michel oder in Altona haben.  So dass die zu begutachtende Wohnung so voller Menschen ist, dass sie fast nicht wahrgenommen werden kann: „Oh hinter diesen 10 Menschen vermute ich einen Wasseranschluss, ich bin mir aber nicht sicher“. Da bleibt nur die Hoffnung auf Häppchen.

Welche Erfahrungen habt ihr während der Wohnungssuche gemacht? Schreibt sie uns!

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