Nein, es war tatsächlich kein Aprilscherz. Die Elbpromenade soll Ende April endlich fertig sein. Weg mit der Baustelle. Endlich können wir wieder am Hafen spazieren gehen, ohne die Straßenseite wechseln zu müssen. Wir erzählen euch ein paar Fakten rund um die Elbpromenade in Hamburg, die ihr wissen müsst.

Länge von 625 Meter

Die neue Elbpromenade verbindet den Baumwall mit den Landungsbrücken. Damit haben wir eine wundervolle Strecke um vom Ende der Speicherstadt bis nach St. Pauli zu schlendern. Die Aussicht dabei ist – egal bei welchem Wetter – magisch.

Dauer der Bauarbeiten: 8 Jahre!

Jep, diese gerade mal 625 Meter wurden in 8 Jahren!!! erbaut. Nicht gerade schnell und mit immerhin 4 Jahren Verspätung. Aber immerhin sind wir fertig geworden. Ne, ihr lieben Berliner?! 😉 Außerdem haben wir gute Gründe dafür, dass die Elbpromenade so viel Zeit in Anspruch genommen hat.

Mehr als nur eine Promenade = Hochwasserschutz

Unsere neue Promenade ist so viel mehr als nur ein Weg zum Schlendern und Verweilen. Sie dient gleichzeitig als Hochwasserschutz. Mit bis zu 8,90 Meter über Null schützt sie die schönste Stadt der Welt vor den Gewalten des Wassers. Damit ist der neue Hochwasserschutz ganze 1,70 Meter höher als vorher. Für den Schutz sorgen 570 Pfähle, 4.500 Tonnen Betonstahl und 14.000 Quadratmeter.

Architekt: Zaha Hadid Architects

Der Entwurf für dieses Bauwerk, das Hamburgs Gesicht definitiv prägen wird, stammt vom Architekten-Büro um Zaha Hadid. Die irak-stämmige Architektin war die erste Frau, die den bedeutenden Pritzker-Architektur-Preis gewann. Ihre Designs sind fließend und elegant. Diesem Stil ist die Architektin auch in Hamburg treu geblieben. Leider ist Zaha Hadid noch vor der Fertigstellung des Bauwerks im Jahr 2016 an einem Herzinfarkt gestorben.

Neben der Elbpromenade in Hamburg, entwarf sie unter anderem auch das Zentralgebäude im BMW-Werk (Leipzig), das phaeno (Wolfsburg) und den Innovation Tower (Hongkong).

Kosten 78,4 Mio Euro

Hier sind wir – genauso wie bei der Dauer des Baus – etwas übers Ziel hinausgeschossen.

Parkebene

Neben einer Promenade und einem Hochwasserschutz bietet das neuste Bauwerk Hamburgs auch Platz zum Parken. Wenn wir in der Sonne (oder auch im Regen, was ja um ehrlich zu sein wahrscheinlicher ist) sitzen, parken Autos unter uns.

Straße entlang der Elbpromenade: Vorsetzen

Die Straße, die entlang der Elbpromenade vom Baumwall bis zum Johannisbollwerk führt, heißt Vorsetzen.  Die Straße wurde schon 1538 erwähnt. Der Name leitet sich vom damaligen Hochwasserschutz ab. Damals wurden nämlich Eichenbohlen vorgesetzt, die das Ufer vor dem Ausspülen bewahren sollten.

Schlemmen an der Elbpromenade in Hamburg

An der Straße Vorsetzen gibt es einen alten Rundbunker, der heute als Restaurant genutzt wird. Definitiv mal eine andere Location, um zu speisen! Der Bunker wurde zum Schutz der Einwohner während des Zweiten Weltkriegs gebaut und bot im Notfall circa 1.000 Personen Schutz. Alle Rundbunker in Hamburg befinden sich an Verkehrsknotenpunkten.

Wasser und Stadt im Einklang

Lange Zeit war die Elbpromenade so etwas wie eine Grenze zwischen dem Hafen und der Stadt. Die neue Promenade macht damit jetzt Schluss. Sie verbindet die zwei Gesichter von Hamburg und bietet Platz zum Sitzen und Verweilen. Die Stufen dienen nämlich nicht nur dem Überqueren, sondern auch als großes „Sofa“ mit Blick auf die Stadt oder aufs Wasser.

Perfekter Zeitpunkt

Die Elbpromenade soll pünktlich zum Sommer, aber vor allem zum 830. Hafengeburtstag fertig sein.

Jetzt mal ehrlich: Wer von euch kann sich noch daran erinnern, wie der Hafen ohne die Baustelle ausgesehen hat?