Oh du fröhliche, oh du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit. Oder wohl eher: Oh du teure, oh du stressige, nervenaufreibende Weihnachtszeit.

Denn Weihnachten hat nicht nur seine guten und harmonischen Seiten wie ihr wisst. Spätestens wenn wir Erwachsen sind, zeigt sich das wahre Gesicht der ach so schönen Weihnachtszeit.

Welche Dinge uns so richtig an der Weihnachtszeit auf die Nerven gehen?

1. Mit den Temperaturen sinkt der Kontostand

Mit sinkenden Temperaturen steigen die Preise. Glühwein und gebrannte Mandeln werden jedes Jahr unbezahlbarer und auch die Preise von Elektronik und Spielzeugen steigen zur Weihnachtszeit.
Da wünschen wir uns doch die guten alten Zeiten zurück, wo sich die Eltern noch über selbstgemalte Bilder und Basteleien gefreut haben.

2. Überfüllte Weihnachtsmärkte

Was eigentlich ein entspanntes, vorweihnachtliches Erlebnis sein soll, ähnelt in Wirklichkeit fast schon einer Love-Parade. Wir laufen nicht mehr über den Weihnachtsmarkt, nein bei den Stoßzeiten werden wir über den Weihnachtsmarkt geschoben. Du hast es dann nach ewigem Gewarte endlich mal geschafft einen Glühwein zu bestellen und willst genussvoll einen Schluck nehmen? Und es rempelt dich von hinten einer an und der Glühwein ist nicht mehr in der Tasse, sondern auf deiner neuen Winterjacke verteilt. Vielen Dank für Nichts.

3. Last Christmas is following you

Du machst das Radio an, Last Christmas läuft.
Du gehst ins Geschäft, es läuft Last Christmas.
Du gehst mit Kollegen auf den Weihnachtsmarkt, am Glühweinstand läuft Last Christmas.

Ja, ab den 1. Dezember scheinen uns immer die gleichen Weihnachtslieder Wochen lang zu verfolgen. Bei aller Liebe zu Wham und Co. Aber bei der 100 Wiederholung des Liedes ist dann auch endgültig mit der inneren Harmonie vorbei.

4. Der Satz: „Du musst mir doch nicht Schenken.“

Da brauch ich eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Aber solche Leute sollten sich dann wirklich nicht wundern, wenn ich dann auch ohne ein Geschenk ankomme. In den meisten Fällen kostet „Wir schenken uns dieses Jahr nichts“ nämlich verdammt viel.

5. Wieso Schnee, wenn ihr Regen haben könnt?

Ja, alle Freunde teilen ihre schönen Winterbilder mit uns, mit verschneiten Straßen und Hinterhöfen. Doch soweit kommt es bei uns in Hamburg leider nicht. Statt Schnee gibt es dafür aber umso mehr Regen. Na wenn da mal nicht die schöne Weihnachtszeit flöten geht.

6. Alle Freunde verschwinden in die Heimat

Da Hamburg so eine tolle Stadt ist, ziehen immer mehr und mehr Menschen in unsere schöne Hansestadt.
Der Nachteil? Wenn dein Freundeskreis aus Wahlhamburgern besteht.
Warum? Weil dein kompletter Freundeskreis zu Ihren Familien in die Heimat zieht und du die Weihnachtsfeiertage einsam verbringen musst.

7. Wenn der Schokoladenweihnachtsmann so viel wie ein Döner kostet

Bitte wie viel soll die Schokolade mit dem Weihnachtsmotiv kosten? Kinder dieses Jahr gibt’s Döner statt Schokolade, das macht wenigstens satt.
Ich finde es echt unverschämt, wie viel wir mittlerweile für Weihnachtsschoki ausgeben müssen. Nur weil die Verpackung weihnachtlich ist. Da macht das Naschen zur Weihnachtszeit doch gleich keinen Spaß mehr.

8. Überfüllt bekommt eine völlig neue Bedeutung

Großstadt zur Weihnachtszeit – der absolute Horror. Wer klug ist, meidet am Nachmittag und am Wochenende sowieso die Innenstadt. Dann noch der Kampf um die Geschenke. Gott sei Dank planen wir immer einen Urlaubstag für die Besorgung der Geschenke ein. Dann können wir entspannt unter der Woche durch die Stadt bummeln.

9. Die Wohnung ist zu klein für einen Weihnachtsbaum

 

Bei den Großstadt-Mietpreisen, müssen wir uns meist mit weniger Raum begnügen. Das wird spätestens zu Weihnachten ein Problem. Erstens müsst Ihr genau überlegen, wen ihr zum Weihnachtsessen einladet, für alle Freunde und Familie reicht der Platz ja nicht und für den Weihnachtsbaum findet sich irgendwie auch keine passende, freie Ecke. Ja der Weihnachtsbaum wird in den kleinen Großstadtwohnungen wohl immer mehr zum Luxusgut.

10. Immer diese tausend Geschenke

Geht’s euch zu Weihnachten auch so, dass Ihr niemanden beim Beschenken auslassen wollt? Das ist dann natürlich sehr kostspielig, wenn die Familie und der Freundeskreis groß ist. Ja ich meide es ab Mitte November auf meinen Kontostand zu schauen. Ist auch besser so.
Aber nicht nur das Konto leidet, dann muss man auch noch so viele Ideen für die Geschenke haben. Und gerade da kommt es ja gerne mal vor, dass man total daneben liegt.

 

Jetzt ist aber Schluss mit den Grinch-Allüren. Wie steht ihr zur Weihnachtszeit? Bleibt ihr in Hamburg oder verreist ihr über die Feiertage?